Spatenstich für ein sozialtherapeutisches Wohnheim

VOGT - Der erste Spatenstich ist getan: Die Stiftung Liebenau errichtet in Vogt ein neues sozialtherapeutisches Wohnheim für 24 Menschen mit einer geistigen Behinderung und zusätzlichen Problemen im pflegerischen, medizinisch-psychiatrischen und verhaltensbezogenen Bereich. Eine Besonderheit ist, dass sich im selben Gebäude nicht nur Wohnplätze, sondern auch Räume für die individuelle Betreuung und Förderung der Heimbewohner befinden werden. Alle, die dieses Projekt auf den Weg gebracht und bisher begleitet hatten, trafen sich jetzt zu einer kleinen Feierstunde auf dem Baugelände.

Offizieller Spatenstich für das neue Wohnheim mit integrierter Tagesstruktur (von links): Albrecht Hung (Heimbeirat), Werner Klinger (Heimleiter Liebenau Kliniken), Irmgard Möhrle-Schmäh (Geschäftsführerin Liebenau Kliniken), Patrick Streicher (Heimbeirat), Alfons Ummenhofer (stellvertretender Heimleiter), Peter Smigoc (Bürgermeister Gemeinde Vogt), Frank Bechle (Geschäftsführer F. K. Systembau), Kajo Greinacher (Architekturbüro Zyschka), Marco Nauerz (Leiter Bauabteilung Stiftung Liebenau) und Christoph Braunwarth (Projektverantwortlicher Bauabteilung Stiftung Liebenau).

Irmgard Möhrle-Schmäh, Geschäftsführerin der Liebenau Kliniken als Betreiberin, bedankte sich bei den Projektförderern.

Bürgermeister Peter Smigoc würdigte das neue Wohnangebot als eine „Investition in den Standort Vogt“.

Lockeres Beisammenseim: Bei Kaffee und Kuchen im Haus St. Antonius gab es gleich Gelegenheit, einige künftige Nachbarinnen und Nachbarn kennenzulernen.

Gute Partner für das Projekt

„Wir freuen uns sehr, mit der Gemeinde Vogt eine Partnerin gefunden zu haben, die offen dafür ist, dass wir für 24 Menschen ein Zuhause und eine angegliederte Tagesstruktur schaffen können“, sagte Irmgard Möhrle-Schmäh, Geschäftsführerin der Liebenau Kliniken als Betreiberin. Sie dankte insbesondere der Gemeinde Vogt und ihrem Bürgermeister Peter Smigoc, dem Landkreis Ravensburg und dem Kommunalverband für Jugend und Soziales, für die Förderung und gute Begleitung des Projektes. Ihr Dank galt auch dem Architekten Kajo Greinacher vom Architekturbüro Zyschka, allen Planern und der internen Bauabteilung für den aufwändigen Planungsprozess.

Fertigstellung im Oktober 2018

Entstehen wird neben dem Altenpflegeheim St. Antonius ein dreigeschossiges Gebäude mit zwei Flügeln. Im Erdgeschoss wird sich die integrierte Tagesstruktur befinden, zu der auch ein Multifunktionsraum mit Küche gehören wird. „Zusammen mit der Gemeinde Vogt haben wir geplant, die Räumlichkeiten gemeinsam mit der Nachbarschaft, der Gemeinde und auch mit den örtlichen Vereinen zu nutzen“, berichtete Irmgard Möhrle-Schmäh. In den beiden oberen Stockwerken werden jeweils zwei Sechser-Wohneinheiten mit Einzelzimmern, Bädern, Gemeinschaftsräumen und Gartenzugang entstehen.

Haus trägt den Namen „St. Helena“

Die Baukosten sind mit 4,47 Millionen Euro veranschlagt, wobei die Stiftung Liebenau vom Kommunalverband für Jugend und Soziales einen Zuschuss in Höhe von 1,42 Millionen Euro erwartet. Im Oktober 2018 soll der Neubau vom Generalunternehmer F. K. Systembau fertiggestellt sein, so dass dann die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen können. Das Haus wird ein ähnliches Heim, das ursprünglich als Provisorium in Weingarten entstanden war, ersetzen und den Namen „St. Helena“ tragen.

Investition in den Standort Vogt

Für den Stichweg, der zum neuen Wohnheim führt, hat sich der Gemeinderat Vogt bereits einen Namen überlegt: Lukasweg soll er heißen, in Anlehnung an die St. Lukas-Klinik der Liebenau Kliniken. Bürgermeister Peter Smigoc überbrachte diese Botschaft und würdigte das neue Wohnangebot als eine „Investition in den Standort Vogt“ und seine Infrastruktur. Hier würden Menschen mit Behinderung gut betreut werden – dezentral, wohnortnah und regional. „Das trägt auch zur Attraktivität unserer Gemeinde bei“, sagte der Bürgermeister und hob die gute Zusammenarbeit der Beteiligten hervor: „Hier haben alle an einem Strang gezogen – Gemeinde, Gemeinderat, Stiftung Liebenau, Grundstückseigentümer und Bevölkerung.“

Kennenlernen der Nachbarn

Bürgermeister Smigoc trug zudem ein Grußwort der Sozialdezernentin des Landkreises Ravensburg, Diana E. Raedler, vor, die selbst am Spatenstich nicht teilnehmen konnte. Sie erinnerte an die Vorgeschichte des Wohnheims auch am Standort Weingarten und wünschte, wie die Vorredner, ein unfallfreies Gelingen der Bauarbeiten. Albrecht Hung vom Heimbeirat der Liebenau Kliniken berichtete, wie dieser in die Planung eingebunden war und seine Anregungen einbringen konnte. Auch die Nachbarschaft war bereits in den offiziellen Akt des Spatenstichs eingebunden: Er mündete nämlich in ein lockeres Beisammensein bei Kaffee und Kuchen im Haus St. Antonius. So gab es gleich Gelegenheit, einige künftige Nachbarinnen und Nachbarn kennenzulernen.

 

 

Fakten zum neuen Wohnheim mit Tagesstruktur:

Bauherr: Stiftung Liebenau Meckenbeuren

Betreiber: Liebenau Kliniken Meckenbeuren

Baubeginn: August 2017

Fertigstellung: Oktober 2018

Konzeption: Tagesstruktur im Erdgeschoss für 24 Menschen 2018

Wohnheim im 1. und 2. Obergeschoss mit jeweils 12 Wohnplätzen

Gesamtbaukosten: 4,47 Mio. Euro

Beantragte Zuwendungen: 1,42 Mio. Euro Kommunalverband für Jugend und Soziales

Architekt: Architekturbüro Zyschka

Generalunternehmer: F. K Systembau